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von Cornelia B.- Lesestern (Veröffentlicht am 04.02.2026)
Roadtrip in vergangene Zeiten
" Wo Worte zu Wegen werden" ist der poetische klingende Titel des neuen Buches von Nicole Deese, das 2025 bei Francke erschienen ist.
Im Mittelpunkt dieser besonderen Geschichte steht Reagan,die jüngste Tochter einer berühmten Musikerfamilie, die ihren eigenen Weg abseits vom Rampenlicht ihrer Publicity gewöhnten Mutter finden will. Ihre schriftstellerische Begabung soll deshalb unter einem Pseudonym erfolgen. Als der Plan platzt steht alles wieder auf Anfang...
Doch dann taucht ein Enthüllungsbuch auf, dass bei Veröffentlichung, ihrer Familie erheblichen Schaden zufügen könnte.
Reagan beschließt diese brisante Information vor ihrer Familie erstmal geheimzuhalten und auf ihre Weise dagegen zu steuern. Währenddessen befindet sie sich gemeinsam mit ihren Schwestern Adele und Hattie und ihrer Mutter, der beliebten Country Legende Luella Farrow auf einem Roadtrip in die Vergangenheit.
Begleiter dieser ungewöhnlichen Reise ist Micah Davenport, der Sohn von Luellas ehemaliger Gesangspartnerin und besten Freundin Lynn, bis es vor langer Zeit zu einem Crash zwischen den beiden kam...
Mein Leseeindruck:
Ein Buch, das nicht nur von einem Roadtrip handelt, sondern sich auch wie einer liest.
Man taucht in die Geschichte ein, folgt den Wegen und Stationen der geplanten Reise und lernt die einzelnen Charakterfiguren näher kennen.
Man verbindet sich mit ihren Geschichten genießt deren Entwicklung und steuert automatisch auf den Höhepunkt zu.
Wow - was eine talentierte Erzählerin, die es schafft, dass die Protagonisten dem Leser Seite um Seite ans Herz wachsen. Und dass das Buch von einer unterhaltsamen Geschichte in eine spannungsvolles und absolut fesselndes Familiendrama wechselt.
Nicole Deese Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam, humorvoll und zugleich fesselnd.
Szenen- und Landschaftsbeschreibung sind atmosphärisch und bildhaft, sodass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben.
Der Glaube an einen Gott, der uns begleitet, um unsere Gefühle und Verletzungen weiß und Worte und Wege bereithält, führt durch diese eindrücklich berührende Geschichte und zeigt eine Perspektive der Heilung.
Mein Fazit:
Ein wunderbares Leseerlebnis, dass emotional mitreißt und uns einen Roadtrip offenbart, der in die Tiefe führt. -
von agnes.bookworld (Veröffentlicht am 17.11.2025)
Familienliebe
Dieses Buch hat mich direkt ab der ersten Seite gepackt. Es hat auch eine kleine Verbindung zu Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder.
Nicole Deese hat ein unglaublich tolles Buch geschrieben. In diesem Roman durfte ich eine Mutter mit ihren drei erwachsenen Töchtern auf einem Roadtrip begleiten, wobei der Fokus auf der jüngsten Tochter lag.
Reagan hat einen großen Wunsch: Sie möchte Bücher schreiben. Ein Manuskript hat sie bereits einem Lektor gegeben, der sehr begeistert davon ist. Da sie es jedoch nicht unter ihrem echten Namen veröffentlichen will, um nicht vom Promi-Status ihrer Mutter zu profitieren, entgleitet ihr die Chance auf eine Veröffentlichung. Der befreundete Lektor steckt ihr ein Gerücht, dass ein Enthüllungsbuch über ihre Mutter erscheinen soll. Dieses verheimlicht Reagan vor ihrer Mutter und ihren Schwestern, um zunächst selbst herauszufinden, ob etwas daran ist. Doch auf engem Raum während des Roadtrips ist es schwer, ein Geheimnis zu wahren.
Dieses Geheimnis vertraut sie nur einer weiteren Person an – dem Busfahrer Micah, der sie, ihre Mutter und Schwestern herumfährt. Micah hilft ihr und verfolgt nebenbei auch selbst ein eigenes Ziel, das ebenfalls mit ihren Müttern zu tun hat.
Ich fand dieses Buch unglaublich spannend. Nicole Deese gelingt es wunderbar zu zeigen, was es mit einem macht, wenn man eigene Wünsche und Ziele für die Familie aufgibt und nur um des Friedens willen funktioniert. Besonders schön fand ich, wie sie den Glauben in die Handlung einbezog und zeigte, dass man jeden Weg, den man geht, unter Gottes Schutz stellen sollte.
Der Schreibstil war angenehm und fesselnd, die Protagonisten sympathisch, und die Geschichte so lebendig, dass ich am liebsten selbst bei diesem fiktiven Roadtrip dabei gewesen wäre.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. -
von MeineKleineBuecherecke (Veröffentlicht am 13.11.2025)
Ein absolutes Herzensbuch! Klare Leseempfehlung!
Ich könnte so viel zu diesem Buch sagen, doch ich möchte einfach kurz weitergeben, was mir besonders am Herzen liegt. Um was es geht, könnt ihr ja dem Klappentext entnehmen.
Nachdem mir der Roman „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ bereits sehr gut gefallen hat, hat die Autorin mit „Wo Worte zu Wegen werden“ ein Buch veröffentlicht, das für mich zu einem meiner Jahreshighlights wurde.
Ein absolut wunderschöner und zutiefst berührender Roman, bei dem ich öfters Tränen in den Augen hatte und den ich am liebsten ohne Unterbrechung durchgelesen hätte. Die Autorin hat wirklich eine von Gott geschenkte Gabe, auf eine Art und Weise zu schreiben, die einen nicht nur fesselt, sondern bei der das Geschriebene zum eigenen Herzen spricht und etwas tief in einem berührt.
Der Glaube ist wichtiger Bestandteil der gesamten Geschichte und wurde auf einfühlsame und authentische Weise von der Autorin mit der Handlung verwoben. Die Charaktere haben alle ihre ganz persönlichen Herausforderungen und allesamt haben Dinge erlebt, die sie verletzt und / oder enttäuscht zurückgelassen haben.
Zu sehen, wie Gott im Leben der Protagonisten und deren Familien wirkt und Heilung und Versöhnung geschieht, ist einfach wunderschön und lässt im Herzen ein Loblied zum Vater im Himmel aufsteigen, der – auch wenn die Handlung fiktiv ist – doch genau so auch im wahren Leben in den Herzen derer wirkt, die ihn suchen.
Ein Gott, der in den hellen, aber auch den dunklen Momenten unseres Lebens immer da ist und dessen Melodie der Gnade und Liebe zu uns nie verklingt.
Eine absolute Herzensempfehlung von mir! Lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! -
von Jana (Veröffentlicht am 16.10.2025)
eine Reise voller Geheimnisse, Erkenntnisse und Veränderungen
„Wo Worte zu Wegen werden“ ist nicht einfach nur ein Buch, sondern eine besondere Reise – eine Reise voller Geheimnisse, Erkenntnisse und Veränderungen. Es geht um Menschen, die viel Zeit miteinander verbringen und dabei beginnen, einander – und sich selbst – auf neue Weise zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern: Adele, Hattie und Raegan. Eine wichtige Rolle spielt auch ihre Mutter Luella Farrow sowie ein junger Mann namens Micah.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt – aus der Sicht von Raegan und Micah. Dieses Wechselspiel fand ich sehr gelungen, da man so beide Seiten und ihre Gedanken besser nachvollziehen konnte.
Gemeinsam unternehmen die drei Schwestern, ihre Mutter und Micah einen Roadtrip in einem alten Tourbus. Micah ist der Fahrer, doch er hat auch ein persönliches Ziel: Er möchte mehr über seine verstorbene Mutter erfahren – und noch einige andere Dinge, die ich hier nicht verraten möchte. Luella war nämlich einst eng mit Lynn, Micahs Mutter, befreundet. Während der Reise liest Micah in alten Tagebüchern seiner Mutter – und stößt dabei auf Dinge, die alles verändern könnten.
Raegan, die Jüngste der Schwestern, liebt das Schreiben. Ihr Traum ist es, Romanautorin zu werden – doch mit dieser Reise hat sie nicht gerechnet. Über ihre Familie soll ein Enthüllungsbuch erscheinen, von dem niemand etwas weiß – außer ihr. Sie will die anderen nicht beunruhigen, besonders nicht während des Roadtrips. Doch wie lange kann sie ihr Geheimnis für sich behalten?
Ich fühlte mich mitten im Geschehen, als säße ich selbst im Tourbus. Die Charaktere sind unterschiedlich, aber auf ihre eigene Weise liebenswert. Adele war mir manchmal etwas anstrengend – aber genau das macht sie realistisch. Besonders mochte ich, dass immer wieder neue Geheimnisse ans Licht kamen. Dadurch blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten, und keine Seite war langweilig. Der Schreibstil war angenehm und flüssig, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Mein Fazit: Ein wunderbarer Roman für alle, die Geschichten über Familie, Geheimnisse und Selbstfindung lieben – und Lust haben, auf einem alten Tourbus mitzufahren, auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen.
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von my_own_booklove (Veröffentlicht am 13.10.2025)
Ein wunderschöner Roadtrip, bei dem man einfach dabei sein muss
Protagonistin Reagan wird von ihrer Mutter, der Countrymusiklegende Luella Farrow, zu einem Roadtrip mit ihr und ihren beiden Schwestern, mehr oder weniger gezwungen. Jede der Frauen trägt ein kleines Geheimnis mit sich herum, was diesen Trip zu einer tickenden Zeitbombe werden lässt.
Auch ihr Busfahrer Micah wird von einem Geheimnis überrascht und fährt nicht ganz ohne Hintergedanken den alten Tourbus durch Amerika.
Nicoles Roman war von Anfang bis Ende einfach wunderschön. Das Setting und auch die unterschiedlichen Figuren und vor allem ihr Glaube an Gott den Vater haben mich von Anfang an so gefangen genommen, dass ich das Gefühl hatte selbst auf dieser Tour dabei zu sein.
Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sowas von sympathisch, dass ich sie am liebsten zu meinen Freunden gemacht hätte. Reagan steht so unter dem Druck ihrer Familie, dass sie sich selbst dabei fast verliert. Dabei ist sie so ein herzensguter, liebevoller und talentierter Mensch, dass es mir beim Lesen fast das Herz zerrissen hat, wenn sie sich wieder nur fügt, anstatt für sich selbst zu kämpfen.
Micah ist genauso sympathisch obwohl er im Moment eher das Gegenteil von Reagan ist. Er hat sich ins Ungewisse gestürzt auf der Suche nach seiner Identität und seiner wirklichen Berufung.
Die Geschichte ist so rührend, dass ich die letzten Kapitel mit ständig nassen Augen gelesen habe. Ich war hin und her gerissen zwischen Gefühlen wie Mitgefühl, Trauer, Angst, Verzweiflung, aber auch Zuneigung, Verständnis, Liebe, Vergebung und vor allem der Hoffnung auf die Liebe Gottes, die alles zum Guten wenden wird, wenn man nur an ihm festhält.
Genau aus diesen Gründen ist dieser Roman für mich zu einem Jahreshighlight geworden, den ich Euch einfach nur ans Herz legen möchte. Wie am Anfang schon beschrieben: Einfach wunderschön!
Ich denke Nicole könnte eine meiner neuen Lieblingsautorinnen werden! -
von bibliothek.auf.dem.land (Veröffentlicht am 09.10.2025)
Ein Roadtrip, der alles verändert
Für die beiden jungen Frauen, Luella und Lynn geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam erobern sie als Countrymusikerinnen die Bühnen, landen in den Charts bis ein hässlicher Streit sie entzweit.
Nach Jahrzehnten fährt Luella gemeinsam mit ihren Töchtern in ihrem alten Tourbus eine ganz besondere Strecke ab. Micah ist ihr Busfahrer und scheint irgendetwas zu suchen. Kennt Luella ihn und verheimlicht sie etwas vor ihren Töchtern?
Die Stimmung im Bus ist oft alles andere als fröhlich, da das Verhältnis untereinander nicht gerade von Vertrauen geprägt ist. Jede Schwester hat ihr eigenes Sorgenpaket und versucht es vor der anderen zu verstecken. Luellas Wunsch und Gebet ist es, dass alle zueinander finden und keine Bitterkeit in den Herzen aufkommt. Gelingt ihr Plan?
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und oft bewegend. Die Kapitel werden abwechselnd aus Reagans Sicht (Tochter von Luella) und Micah dem Busfahrer erzählt, was die Sichtweise interessant macht.
Die Protagonisten sind alle unterschiedlich und sehr authentisch beschrieben, so dass man sich gut in den einzelnen hineinversetzen kann.
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Hauptaugenmerk auf Gott fokussiert wird. Er hat jeden einzigartig geschaffen und mit einer bestimmten Begabung beschenkt, die man dankbar annehmen darf und sinnvoll einsetzen kann. Miteinander statt übereinander zu reden ist ein großes Thema. Inneren Frieden hat nur der, der mit Gott im Reinen und ehrlich zu sich selbst ist.
Die Botschaft dieses Buches ist: den anderen höher achten als sich selbst, sein Wohl im Blick zu haben und schlussendlich Gott die Ehre im Leben zu geben.
Was mich leider sehr gestört hat, war der Zauberer von Oz. Das war völlig fehl am Platz und passte so gar nicht zum Hauptthema. -
von Elfie (Veröffentlicht am 07.10.2025)
Bewegende Geschichte
„...Ich schäme mich nicht für meine Liebe zum Schreiben. Aber ich habe die schmerzhafte Erfahrung gemacht, dass man manche Träume besser für sich behält...“
Schon auf den ersten Seiten des Buches wird deutlich, dass etliche Konflikte zu erwarten sind. Es sind die Gedanken von Reagan Farrow. Sie ist die jüngste Tochter der legendären Countrysängerin Luella Farrow.
Die Autorin hat eine bewegende Geschichte geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er sorgt für einen inneren Spannungsbogen, der sich aus den komplexen Beziehungen der Protagonisten ergibt. Das Geschehen wird im Wechsel von Reagan und Micah erzählt.
Das Sagen in der Familie hat Adele, die älteste der Schwester. Sie hat das Musikgeschäft nach dem Tode des Vaters übernommen. Hattie, die mittlere, steht seit einer schmutzigen Scheidung neben sich. Reagan ist im wahrsten Sinne des Wortes das Mädchen für alles. Adele hat ihr erst vor kurzem klargemacht.
„...Wann kapierst du endlich, was ich dir schon die ganze Zeit sage, Raegan? Du wirst in erster Linie eine Farrow sein. Das ist kein Filter, den du abnehmen und aufsetzen kannst. Diesen Namen hast du für immer. Was du tust, hat Folgen für uns alle...“
Als sich Reagan an einen Agenten wendet, um ihr erstes Buch veröffentlichen zu lassen, wird ihr nicht nur mitgeteilt, dass dies nur unter ihrem Originalnamen möglich wäre. Der Agent weist sie auch darauf hin, dass ein Enthüllungsbuch über ihre Mutter geplant ist.
Doch dann überschlagen sich die Ereignis. Eigentlich müsste sich die Mutter auf einen Auftritt vorbereiten, denn einer ihren alten Titel bricht gerade sämtliche Rekorde, doch sie hat ihren alten Tourbus instandsetzen lassen und plant mit ihren Töchtern einen Roadtrip. Als Fahrer bietet sich Micah an, der Sohn ihrer einst besten Freundin.
„...Es ist leicht, uns einzureden, dass Geheimnisse der beste Schutz für unsere Lieben sind, wenn wir eigentlich uns selbst schützen wollen...“
Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, denn nicht nur Reagan verheimlicht ihr Wissen über das Enthüllungsbuch, auch Micah ist auf den Spuren in die Vergangenheit.
Und da wäre noch die Geschichte einer großen Freundschaft. Einst ging kein Blatt Papier zwischen Luella und Lynn, Micahs Mutter. Doch dann haben sie von einem auf den anderen Tag nicht mehr miteinander gesprochen. Was ist damals passiert?
Die Autorin versteht es, die Unwägbarkeiten des Lebens in eine spannende Handlung zu verpacken. Eher unauffällig wird deutlich, wie der Glauben die Protagonisten und ihr Leben geprägt hat. Der Roadtrip spitzt die Konflikte zu, bevor es zu einer Lösung kommt. Endlich spricht man miteinander. Es geht um Vergebung und Selbsteingeständnis.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Mit einem Zitat möchte ich meine Rezension beenden:
„...Das Leben ist zu kurz, um das, was du mit deiner Zeit machst, jeden Tag zu hinterfragen...“ -
von Anne R. (Veröffentlicht am 05.10.2025)
Konflikte, Lügen, Geheimnisse – und ein langer Roadtrip.
Nicole Deese hat mit „Wo Worte zu Wegen werden“ wieder einen gefühlvollen, tiefgehenden Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an berührt hat.
Die Geschichte erzählt von Reagan Farrow, der Tochter einer berühmten Musikerin, die ihren eigenen Platz im Leben finden möchte – unabhängig vom Schatten der Familienvergangenheit. Als sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter ihren Schwestern und dem liebenswerten Micah auf einen Roadtrip begibt, wird die Reise mehr als nur einer Fahrt quer durchs Land: Sie wird zu einem Weg der Heilung, des Verstehens und der Versöhnung.
Nicole Deese hat eine besondere Gabe, Emotionen durch Worte spürbar zu machen. Man spürt die Spannung zwischen den Schwestern, die unausgesprochene Sehnsucht nach Vergebung und das stille Bedürfnis, verstanden zu werden. Besonders die Verbindung zwischen Reagan und Micah fand ich sehr schön erzählt: zart, respektvoll und voller gegenseitigem Verständnis.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, bildhaft und gefühlvoll, ohne kitschig zu sein. Die Autorin versteht es, Stimmungen einzufangen – von stiller Trauer bis zu leiser Hoffnung.
Dieses Buch zeigt auf sanfte Weise, dass Worte Macht haben – sie können verletzen, aber auch heilen. Eine berührende Geschichte über Familie, Mut und Hoffnung, die auch nach dem Lesen noch nachklingt. Für alle, die emotionale und zugleich authentische Geschichten lieben ein absolut empfehlenswerter Roman.
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von Simone (Veröffentlicht am 03.10.2025)
Mutige Schwestern
Nicole Deese nimmt ihre Leserinnen und Leser in: „Wo Worte zu Wegen werden“ mit in eine Musikerfamilie, die auf den ersten Blick von Glamour und Erfolg geprägt ist – und doch mit vielen unausgesprochenen Themen und Spannungen lebt.
Die Geschichte wird zu Beginn aus der Sicht der jüngsten Tochter Reagan erzählt. Sie träumt davon, Autorin zu werden und hat ein eigenes Manuskript über „Schwestern“ verfasst. Gemeinsam mit ihren älteren Schwestern Hattie und Adele steht sie im Schatten ihrer Mutter Luella Ferrow, einer Countrymusik-Legende, die ganz plötzlich eine ungewöhnliche Idee hat: eine gemeinsame Road-Tour mit ihren Töchtern. Begleitet werden sie von Micah, dem Sohn von Luellas verstorbener, engster Freundin.
Auf dieser Reise entfaltet sich eine tiefgründige Familiengeschichte. Es geht um unausgesprochene Geheimnisse, um die Suche nach der eigenen Identität, um die Kunst, Grenzen zu setzen, und um den Mut, die eigenen Begabungen zu leben. Zugleich bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an, die dem Roman eine zusätzliche emotionale Dimension verleiht. Auch geistliche Themen spielen hinein – im Ringen darum, Dinge im Gebet vor Gott abzugeben, und im Wert ehrlicher Gespräche in Beziehungen. Eine besondere Rolle haben zudem die Tagebücher der verstorbenen Freundin, die die Familie auf schmerzliche und zugleich heilende Weise begleiten.
Nicole Deese schreibt gefühlvoll, manchmal fast zu ausschmückend. Für meinen persönlichen Geschmack geriet die Sprache stellenweise etwas zu überladen, und auch der häufige Perspektivwechsel zwischen Reagan und Micah hat mich manchmal irritiert. Dennoch bleibt die Erzählung durchweg spannend und berührend.
Besonders stark empfand ich die Botschaft des Romans: wie wichtig es ist, innerhalb von Familien offen zu reden, einander zuzuhören und nicht alles unausgesprochen stehen zu lassen. Der Roman lädt dazu ein, eigene familiäre Beziehungen zu reflektieren – und darin Gottes heilende Gegenwart zu suchen.
Fazit: Ein gefühlvoller, stellenweise sehr intensiver Familienroman, der Themen wie Identität, Vergebung und Zusammenhalt kunstvoll miteinander verwebt. Wer emotionale, tiefgründige Geschichten mag, wird hier fündig. -
von lucy.liest (Veröffentlicht am 01.10.2025)
Roadtrip der Emotionen
Drei Schwestern die unterschiedlicher nicht sein können und eine Mutter die berühmt ist, machen zusammen einen Roadtrip. Da ist einmal die Älteste, Adele, die seit dem Tod des Vaters das Tonstudio leitet, alles im Griff behalten möchte und Hilfe nur dann annimmt, wenn sie die Arbeit verteilt. Die Mittlere, Hattie, kämpft um ihre beiden Kinder, nachdem sie einen häßlichen Rosenkrieg hinter sich hat. Und die Jüngst, Reagan, die ihre Wünsche hinten anstellt, um für ihre Familie da zu sein. Luella Farrow, die Mutter, ist eine berühmte Countrysängerin und merkt, das sie ihre drei Töchter vernachlässigt hat und ihnen zu viel Verantwortung aufgeladen hat. Sie holt ihren alten Tourbus wieder raus und überredet die drei Frauen mit ihr einen Roudtrip zu ihrem nächsten Konzert zu machen. Als Busfahrer organisiert sie den Sohn ihrer damals besten Freundin Lynn, die mit ihr auf der Bühne stand.
Micah Davenport erfährt kurz nach dem Tod seiner Mutter, das sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Seine heile Welt stürzt für ihn zusammen. Kurz darauf meldet sich Luella Farrow und erzählt ihm, das sie Tagebücher seiner Mutter gefunden hat. Sie fragt ihn außerdem, ob er auf diesen Roadtrip der Fahrer sein möchte. Da Micah im Moment keine Arbeitsstelle hat, stimmt er zu. Er fragt sich, warum seine Mutter Lynn und Luella sich damals zerstritten haben? Wird er auf dieser Tour auch seinen leiblichen Vater finden?
Viele verschiedene Charaktere sind jetzt auf engem Raum in diesem Bus unterwegs. Schaffen sie es ihre Probleme zu klären? Jeder hat ein Geheimnis, was er den anderen nicht erzählen kann.
Das Buch ist spannend geschrieben und man fiebert bis zum Schluss mit, wie sich alles klärt. Es ist ein Wohlfühlbuch, dass ich geliebt habe. Ich fand die Entwicklung der einzelnen Personen glaubhaft und authentisch und die wundervoll, zarte Liebesgeschichte ließ mich dahinschmelzen. Zum Schluss kamen mir ein paar Tränen der Rührung. Ein Buch was ich nur empfehlen kann. -
von Mareike (Veröffentlicht am 28.09.2025)
Ein Roadtrip, der Veränderung schenkt!
Ärger, Enttäuschung, Streit und Geheimnisse, aber auch Spaß, Glaube, Versöhnung, … und Liebe?
„Wo Worte zu Wegen werden“ handelt von einer Familie, in der nichts so ist, wie es für die Öffentlichkeit scheint. Sowohl die drei Farrow Schwestern als auch ihre Mutter Luella hüten ihre eigenen kleinen und großen Geheimnisse und leben nebenbei mehr oder weniger ihr eigenes Leben. Als der Busfahrer Micah die vier Frauen kennenlernt merkt er schnell, dass offene Kommunikation in dieser Familie irgendwie verloren gegangen ist.
Die Geschichte ist aus Reagans und Micahs Sichtweise geschrieben, doch durch die Gespräche der Beiden mit ihren Mitreisenden lernt man auch die anderen Familienmitglieder besser kennen und somit auch die Päckchen, die diese mit sich herumtragen.
Die Figuren dürfen in diesem Buch eine Versöhnung erleben, die nur Jesus schenkt; und einen Gott besser kennenlernen, der mit ihnen auch durch Krisen und Täler gehen möchte. Die Geschichte handelt von dem Mut, hinter den eigenen Träumen zu stehen und neben Gott als Autor, Nebenautor im eigenen Leben zu sein und diesen Posten nicht anderen zu überlassen.
Auch wenn mir die Geschichte gut gefallen hat, fand ich es schade, dass ich für meine persönliche Beziehung zu Gott nicht viel, bzw. nichts Neues mitnehmen konnte. Auch gingen mir die Schlüsselszenen, die auf das Leben der Figuren einen großen Einfluss haben, zu schnell.
Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und es hat mir Freude gemacht, in dieses Buch eintauchen und es lesen zu dürfen. -
von Kristina (Veröffentlicht am 24.09.2025)
Drei ungleiche Schwester und ein Roadtrip voller Überraschungen
Mit dem Roman „Wo Worte zu Wegen werden“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Im Roman begleiten wir Luella Farrow, eine bekannte Countrysängerin und ihre drei Töchter auf einem Roadtrip. Dieser führt die Frauen zu wichtigen Stationen im Leben der Mutter. Im Gepäck hat jeder seine eigenen Probleme und Geheimnisse und in der Enge des Tourbusses prallen die Emotionen immer wieder aufeinander... Erzählt ist die Geschichte aus der Sicht von Reagan und Micah. Reagan ist die jüngsten Schwester, die davon träumt als Romanautorin Fuß zu fassen, sich aber der Familie verpflichtet fühlt. Als sie davon erfährt, dass ein Enthüllungsbuch über ihre Familie erscheinen soll, beschließt sie dies vorerst vor Mutter und Schwestern geheim zu halten… doch ist das der richtige Weg? Micah, der 2. Erzähler im Roman und Fahrer des Tourbus, ist auf den Spuren seiner Mutter unterwegs. Luella und Lynn waren einst beste Freundinnen und gemeinsam als Musikerinnen unterwegs. Kann Micah über die alten Tagebücher seiner Mutter Lynn herausfinden was damals passiert ist?
Angesprochen hat mich zuallererst das wunderschöne Cover mit der einsamen Straße Richtung Sonnenuntergang, im Himmel ist dezent Schrift zu erkennen. So passt es sehr gut zu Buchtitel und Inhalt. Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt, der Schreibstil anschaulich und weckt Bilder und Emotionen. Der Roman hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht... In Reagan konnte ich mich gut einfühlen, aber auch ihre Familie und Micah waren mir schnell sympathisch. Die ganz eigene Dynamik innerhalb der Farrow-Familie, sorgte immer wieder für Überraschungen und Konflikte. In der Enge des Busses übernahm Micah häufig die Rolle des Vermittlers. Dabei war er selbst auf der Suche nach Antworten und musste mit seinen eigenen Gefühlen auseinander setzen. Beim Lesen der alten Tagebüchern seiner Mutter wird die Vergangenheit immer wieder lebendig, Fehler kommen ans Licht und es gibt Hoffnung, dass daraus etwas Gutes wachsen kann und Neuanfänge möglich sind.
„Wo Worte zu Wegen werden“ ist ein tiefgründiger, berührender Roman, der zeigt, wie man aus der Vergangenheit lernen kann und dass Vergebung und Neuanfänge immer möglich sind. Mir hat das Buch wunderbare Lesestunden geschenkt und ich empfehle es sehr gern weiter. -
von Stefanie (Veröffentlicht am 22.09.2025)
Roman über Familie & Geheimnisse
Der Roman ist ein Aufeinandertreffen verschiedener Charaktere, die alle ein Geheimnis zu wahren scheinen, was das Buch durchaus interessant macht. Ich mag die Mischung aus „geistlicher Entwicklung“ der Protagonisten, dem glamourösen Showbusiness der amerikanischen Countrymusik, und der Konfliktlösung der Schwestern.
Eine Familiengeschichte von Ehrlichkeit, Selbstverwirklichung, Vergebung & Liebe. -
von Sara (Veröffentlicht am 22.09.2025)
„Tiefgründig, bewegend, hoffnungsvoll“
Der neue Roman von Nicole Deese „Wo Worte zu Wegen werden“ ist so einfühlsam und gleichzeitig ausdrucksstark geschrieben, dass er zu meinen Jahreshighlights gehört.
Sie erzählt zwei miteinander verwobene Familiengeschichten, in deren Mittelpunkt die jüngste Tochter Reagan der berühmten Countrymusikerin Luella Farrow steht. Diese trifft bei einem Roadtrip der besonderen Art auf den Busfahrer Micah Davenport. Nach und nach erfährt der Leser, wie die beiden Familien in der Vergangenheit verbunden waren, wie es zu einem unschönen Bruch kam, aber auch, wie wahre Versöhnung und Wiederherstellung möglich sind.
Dabei geht die Autorin nicht nur auf die beiden Hauptpersonen, sondern auch auf die anderen Familienmitglieder auf feinfühlige und tiefgründige Weise ein. Denn jeder Einzelne bringt seine Geheimnisse mit an Bord und es ist absolut spannend und zugleich bewegend mitzuverfolgen, wie der Weg zu wahrem Frieden und innerer Freiheit aussieht, wenn man sich verletzlich macht und den anderen sein Herz öffnet.
Auch die wunderschöne Natur, die einzelnen Zwischenstopps auf der Reise werden so treffend beschrieben, dass der Leser das Gefühl hat, er wäre Teil der Truppe.
Ein kleines Detail, das mir eher negativ in Erinnerung geblieben ist, ist das Kapitel mit den Beschreibungen des Zauberers von Oz, welche ich persönlich in einem christlichen Roman unpassend finde. Aber dies tut der Geschichte an sich keinen Abbruch. Der Roman ist in meinen Augen sehr gelungen und so gibt es von mir eine klare Herzensempfehlung.
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