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von Hans (Veröffentlicht am 05.01.2024)
Ein notwendiges Buch, das kenntnisreich die auch in Freien evangelischen Gemeinden verbreitete Blindheit für die nationalsozialistische Verführungsmacht offenlegt und als aktueller Weckruf Beachtung verdient.
Ausgehend von der Vorgeschichte seit dem Ersten Weltkrieg beschreibt Weyel anhand von Quellen FeG-Positionen in der Weimarer Republik und im NS-Staat. Dazu gehört die Einsicht, dass der Antisemitismus als Bestandteil konservativ-bürgerlicher Mentalität auch in Freien evangelischen Gemeinden weiten Raum hatte (S. 106). Die diabolische Machteroberung Hitlers wurde leider auch von maßgeblichen Vertretern Freier evangelischer Gemeinden nicht durchschaut, sondern als gnädige Führung Gottes bezeichnet. Überaus kenntnisreich beschreibt Weyel die bundesinternen Kämpfe jener Jahre, tragisches Versagen innerhalb eines Gemeindebundes, der seinem hohen Selbstanspruch vielfach nicht gerecht wurde, weil zu Wenige den Mut zu öffentlichem Widerspruch aus dem Hören auf das Evangelium hatten. Ein notwendiges Buch, das die Augen auch für heutige und künftige Gefahren öffnen kann.
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