Anspruch braucht Widerspruch

Die Freien evangelischen Gemeinden vor und im "Dritten Reich"

(Buch - Gebunden)

Mit "Anspruch braucht Widerspruch" liegt ein äußerst spannendes Buch vor, das letztlich nichts verschweigt und auch die Schuldfrage nicht ausklammert, um aus der Geschichte zu lernen und die richtigen Folgerungen zu ziehen.
"Wie war das alles möglich?" Mit dieser Frage begannen in den 1980er-Jahren im Bund Freier evangelischer Gemeinden lebhafte Diskussionen und Publikationen über die Rolle der eigenen Freikirche in der Geschichte des "Dritten Reichs".
Der Autor, der seit Jahrzehnten mit der Herausforderung beschäftigt ist, sich der Geschichte seiner Freikirche zu stellen, legt hiermit das Ergebnis umfangreicher Recherchen und Analysen vor, die zu schmerzhaften Einblicken, aber auch zu erhellenden Einsichten führten. Anhand vieler bisher unveröffentlichter Quellen geht er der Frage nach, ob und inwieweit Freie evangelische Gemeinden dem Anspruch, allein dem Wort Gottes folgen zu wollen, auch in dieser Zeit der Verblendung gerecht wurden und ihrem Anspruch gemäß auch Widerspruch wagten.

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Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Ein notwendiges Buch, das kenntnisreich die auch in Freien evangelischen Gemeinden verbreitete Blindheit für die nationalsozialistische Verführungsmacht offenlegt und als aktueller Weckruf Beachtung verdient.

    Ausgehend von der Vorgeschichte seit dem Ersten Weltkrieg beschreibt Weyel anhand von Quellen FeG-Positionen in der Weimarer Republik und im NS-Staat. Dazu gehört die Einsicht, dass der Antisemitismus als Bestandteil konservativ-bürgerlicher Mentalität auch in Freien evangelischen Gemeinden weiten Raum hatte (S. 106). Die diabolische Machteroberung Hitlers wurde leider auch von maßgeblichen Vertretern Freier evangelischer Gemeinden nicht durchschaut, sondern als gnädige Führung Gottes bezeichnet. Überaus kenntnisreich beschreibt Weyel die bundesinternen Kämpfe jener Jahre, tragisches Versagen innerhalb eines Gemeindebundes, der seinem hohen Selbstanspruch vielfach nicht gerecht wurde, weil zu Wenige den Mut zu öffentlichem Widerspruch aus dem Hören auf das Evangelium hatten. Ein notwendiges Buch, das die Augen auch für heutige und künftige Gefahren öffnen kann.

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